Neupositionierung der 3U TELECOM AG im Festnetzsegment – Fokussierung auf profitable Vertriebskanäle

Marburg, 9. August 2006 – Die 3U TELECOM AG agiert in einem Marktumfeld, das weiterhin durch anhaltenden Preiskampf und intensiven Verdrängungswettbewerb mit rückgängigen Margen gekennzeichnet ist. Diese Entwicklung hatte leider zur Folge, dass im ersten Halbjahr die Planzahlen im indirekten Vertrieb nicht erreicht, andererseits entsprechende Mindererlöse durch vermehrten Umsatz im Call-by-Call Geschäft bei gleichzeitiger Steigerung der Marktanteile ausgeglichen werden konnten. Der Vorstand geht davon aus, dass wegen der verschärften Wettbewerbsituation auch in absehbarer Zukunft DSL- und Preselection-Produkte nicht mit auskömmlichen Margen vermarktet werden können und hat daher eine Fokussierung im Festnetzbereich auf die Bereiche Call-by-Call und Wholesale beschlossen. Die 3U TELECOM AG setzt damit die bereits zu Jahresanfang eingeleitete Konzentration auf profitable Vertriebskanäle fort. Der kostenträchtige indirekte Vertrieb wird ab sofort eingestellt. Verbunden hiermit ist eine Reduzierung des in diesen Bereichen tätigen Personals um über 40 Mitarbeiter, hiervon ca. ein Drittel Teilzeit- und Aushilfskräfte. Die zur Stärkung unserer Position als Servicepartner für Dritte erforderliche konzernübergreifende Technologieplattform für Preselection, DSL- und VoiP Produkte wird weiter betrieben und bei Bedarf ausgebaut.

Die weitere operative Restrukturierung führt zu einer Verschlankung der Kostenstrukturen und wird dadurch zur Stabilität und Profitabilität des 3U Konzerns beitragen. Im Hinblick hierauf und auf die positive Umsatzeinschätzung für das zweite Halbjahr im Call-by-Call Geschäft ist der Vorstand zuversichtlich, dass die für das Gesamtjahr 2006 kommunizierten Umsatz- und Ertragsziele im 3U Konzern realisiert werden (Umsatz 132 Mio. Euro und EBITDA 8,5 Mio. Euro).

Trotz des schwierigen Marktumfeldes hat der 3U Konzern das erste Halbjahr 2006 erfolgreich abgeschlossen. Der Konzernumsatz stieg in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um über 12% auf 65,07 Mio. Euro (Vj. 58,01 Mio. Euro). Dabei wurden im zweiten Quartal 32,92 Mio. Euro (Vj. 31,34 Mio. Euro, Q1 2006: 32,15 Mio. Euro) an Umsätzen erlöst.

Die Ertragssituation verbesserte sich deutlich. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich in den ersten sechs Monaten 2006 nur noch auf –1,09 Mio. Euro gegenüber –10,23 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2005. Wesentlich war hierbei das zweite Quartal mit einem positiven Überschuss in Höhe von 0,84 Mio. Euro (Vj. –5,09 Mio. Euro), wobei Sondereffekte maßgeblich waren. Mit dem vormaligen Eigentümer der LambdaNet wurde hinsichtlich der gegenseitigen Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten eine abschließende Einigung erzielt, die zu einem einmaligen positiven Ergebniseffekt in Höhe von 4,7 Mio. Euro führte. Dagegen steht eine Sonderabschreibung des erworbenen Kundenstamms der LambdaNet in Höhe von 1,9 Mio. Euro infolge von Vertragskündigungen eines Großkunden.

Deutlich verbesserte sich ebenfalls das EBITDA. Es hat sich im ersten Halbjahr 2006 auf 5,14 Mio. Euro (Vj. 2,46 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Im Hinblick auf die beschlossenen Strukturanpassungen geht der Vorstand davon aus, dass das für das Geschäftsjahr 2006 kommunizierte EBITDA-Ziel mindestens erreicht wird.

Das Halbjahresergebnis entspricht einem Gewinn pro Aktie in Höhe von –0,02 Euro (Vj. –0,22 Euro). Die liquiden Mittel des 3U Konzerns per 30. Juni 2006 betrugen 35,58 Mio. Euro. Diese bilden eine solide Basis für mögliche Akquisitionen zur Stärkung unserer Wettbewerbsposition. Die Eigenkapitalquote lag bei über 38%.

Der ausführliche Halbjahresbericht wird am 15. August 2006 veröffentlicht.

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